DEPRESSIONEN ::: Mit Sport und Bewegung gegen Depressionen vorgehen
Depressionen
Hilfe zur Selbsthilfe

Laufen Sie Ihren Depressionen davon...

denn Bewegung ist gut für Körper UND Psyche!

Schon der berühmte deutsche Pädagoge Johann Christoph Friedrich Gutsmuths sagte vor etwa 250 Jahren, "... dass eine gesunde Seele in einem starken gesunden Körper sey" - und schrieb das weltweit erste systematische Lehrbuch der Turnkunst. Sein Gedankenansatz ist zwar auch heute noch stichhaltig, aber natürlich fällt es gerade dann nicht unbedingt leicht, sich ins Fitnessstudio zu quälen oder durch den Park zu joggen, wenn man gerade in einer schlimmen Depression steckt.


Hund planscht im Wasser

Schwimmen macht glücklich, wie auch dieser Hund zu wissen scheint. Q

do Spaß an der Bewegung

Suchen Sie sich deshalb eine Form der Bewegung, die Ihnen wirklich Spaß macht. Wenn Sie nämlich keinen Spaß daran haben, werden Sie nicht lange durchhalten.

Ich zum Beispiel gehe gern schwimmen - zu Tageszeiten, zu denen ich fast allein im Schwimmbad bin. Manchmal plansche ich einfach nur herum; das geht besonders gut in Schwimmhallen, in denen mir das Wasser nur bis zur Brust steht. Wasser wirkt ausgleichend auf Ihr Muskelsystem und löst mit den körperlichen auch seelische Verspannungen. Außerdem berührt das Wasser die gesamte Fläche der Haut und setzt damit wichtige Botenstoffe frei, die zum Wohlbefinden beitragen.

doSauna und Whirlpool

Mein Geheimtipp: Gehen Sie in den Whirlpool - Sie werden sehen, dass es fast unmöglich ist, traurig zu bleiben, wenn Sie inmitten von Bläschen rumplantschen. Entdecken Sie das Kind in sich!

Gummiente im Schaumbad

So glückselig schaue ich immer, wenn ich im Whirlpool sitze. Q

Ein Saunagang entspannt ebenfalls die Muskeln und wirkt reinigend auf den gesamten Organismus. Machen Sie sich einen Aufguss mit ätherischen Ölen - das verbessert die Atmung, die für Ihr seelisches Wohlbefinden von großer Bedeutung ist.

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do Ausdauersport setzt Endorphine frei

Forscher der Nuklearmedizin, Neurologie und Anästhesie der Technischen Universität München und der Universität Bonn haben nachgewiesen, dass Ausdauersport (in diesem Fall Joggen) Endorphine - also körpereigene Opioide - im Gehirn freisetzt: „Interessanter Weise fanden wir Endorphinfreisetzungen vorwiegend in Bereichen des Frontallappens der Großhirnrinde und des so genannten limbischen Systems, beides Gehirnregionen, die eine Schlüsselrolle in der emotionalen Verarbeitung innehaben. Darüber hinaus konnten wir signifikante Veränderungen des Hoch- und Glücksgefühls nach dem Ausdauerlauf feststellen", erklärt Professor Henning Boecker, der die Studie an der TU München koordiniert hat und jetzt den Bereich "Klinische Funktionelle Neurobildgebung" der Radiologischen Universitätsklinik Bonn leitet.

Joggen, Rad fahren, schwimmen, tanzen usw. wirken also direkt antidepressiv, wenn sie über einen längeren Zeitraum betrieben werden (am besten mindestens eine halbe Stunde lang).

do Untätigkeit macht krank und depressiv

Der Mensch hat 656 Muskeln, die bewegt werden wollen. Wie schön diese Muskeln zusammenspielen können, sehen Sie zum Beispiel bei den Olympischen Spielen. Der Mensch, ein Wunderwerk der Natur!

Wenn Sie nun aber viel "herumliegen", beginnt Ihr Körper schon nach kurzer Zeit mit dem Muskelabbau, weil er sich denkt: "Wozu brauche ich denn das alles noch?" Sie werden schwächer, bekommen Schmerzen und verlieren Energie. Ihr Körper möchte aber ständig stimuliert werden, nur dann fühlt er sich wohl und bleibt gesund. Das ist wissenschaftlich erwiesen: Der Zustand Ihres Körpers hat einen direkten Einfluss auf Ihr emotionales Wohlbefinden. Sind Sie also körperlich schlapp und träge, wird auch Ihre Seele nicht mehr zu Höhenflügen fähig sein.

Schlafende Katze

Ich glaub, so wird das heute nichts mehr. Q

do Immer mal so richtig austoben!

Toben Sie sich müde wie die Kinder! Sicher haben Sie schon einmal erlebt, dass Kinder nach einem bewegungsreichen Tag auf dem Spielplatz, im Schwimmbad usw. viel eher, tiefer und besser schlafen. Das können Sie auch: Schuften und bewegen Sie sich müde! Abwechslungsreiche und anstrengende körperliche und geistige Aktivitäten und ein erholsamer Schlaf sind die besten Heilmittel gegen Ängste und depressive Verstimmungen.

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do Sonnenlicht und viel Bewegung im Freien

Viele depressive Menschen bleiben lieber zu Hause und "verkriechen" sich, statt vor die Tür zu gehen. Dadurch erhalten sie zu wenig Sonnenlicht und schaffen sich einen künstlichen Winter und damit eine Winterdepression.

Was aber passiert, wenn wir zu wenig natürliches Licht bekommen? Die nachtaktive Zirbeldrüse im Kopf schüttet bereits am Tag das Ruhe-Hormon Melatonin ins Blut aus (weil der Körper wegen des Lichtmangels denkt, es sei Nacht). Damit bleibt der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht, was von Mutter Natur ursprünglich nicht so gedacht war. Müdigkeit, Schlafstörungen und Niedergeschlagenheit sind die Folge.

Mann in dunklem Zimmer

Quelle

Sonnenlicht produziert aber auch das lebenswichtige Vitamin D (und deckt damit unseren Bedarf zu 90%!) Dieses Vitamin ist sehr wichtig für die Knochenbildung, den Kalziumhaushalt, den Stoffwechsel und das Immunsystem. Ein Vitamin-D-Mangel führt u.a. zu Knochenveränderungen, Knochenschwund (Osteoporose) und Muskelschwäche.

Gehen Sie deshalb so oft wie möglich tagsüber ins Freie, auch wenn es Ihnen schwer fällt, und halten Sie die Nase in die Sonne. Sie werden sehen, dass Sie sich danach gleich besser fühlen.

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